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v.l.n.r Derek Shulman (g, b, harm, voc), Ray Shulman (voc, perc, g, tr, sax), Gary Green (g, voc), John Weathers (dr, perc, voc) Kerry Minnear (key, ce, perc, voc), |
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Beim erscheinen der ersten LP dachte man sich, na ja wieder eine Band die versucht in den Markt der progressiven Musik einzudringen. Aber schnell wurde man eines besseren überzeugt. Spätestens nach dem dritten Album “Tree Friends” ( für mich zusammen mit “In a Glasshouse” das beste was Gentle Giant gemacht haben ) wußte man, dass hier eine Gruppe mit hoher musikalischer Potenz am Werk war. Nach der dritten LP "Three Friends" löste John Weathers 1972 Martin Smith ab. Weathers spielte zuvor bei Eyes Of Blue, Ancient Grease und Big Sleep und unterstützte Graham Bond und Pete Brown. John Weathers:Drums, Percussion, Vibraphon,Vocal Gentle Giant sollten nach dem Wunsch ihrer Gründer aus dem Popmarkt ausbrechen. Die Bandstruktur erinnerte an die eines kompletten Orchesters, wobei die Musiker sogar während der Songs die Instrumente wechselten (von Kritikern gern als musikalischer Hürdenlauf bezeichnet) und so musikalische Vielfalt demonstrierten. "Das eigenwillige Rock-Ensemble" (Musik Express) suchte stets das Experiment und mischte konventionellen, kraftvollen Rock mit Free Jazz, Barock-Traditionen, Folklore und Strawinski-Dissonanzen. Die schwierige Rhythmik und der komplizierte Song-Aufbau sprach anfangs nur ein kleines, elitäres Publikum an. |
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1973 hatte Phil Shulman den Tourneestreß satt, verabschiedete sich von der Band und kehrte in seinen Beruf als Musiklehrer zurück. Das verbliebene "Kollektiv der Individualisten" (Musik Express) veröffentlichte 1974 mit "The Power And The Glory" (Platz 46 der US-Albumcharts) seine kommerziell erfolgreichste LP, die völlig überraschend in die amerikanischen Charts einzog. Die Band inszenierte jeden Song als Kunstwerk . Dieser oft kammermusikalische Charakter verlangte von den Zuhörern äußerste Aufmerksamkeit.
Im Verlauf der bis 1980 regelmäßig in unveränderter Besetzung erscheinenden Alben begann "der volle Sound geprägt von Saxofon, Vibrafon, Orgel, Bass und einem sparsamen Moog" (Sounds) sich zu wiederholen. Die Studiotechnik erhielt einen zu großen Stellenwert und dadurch traten Gentle Giant künstlerisch auf der Stelle. Um eine größere Transparenz und damit den Kontakt zum Publikum wiederherzustellen, kündigten Gentle Giant "The Missing Piece" als einen Wendepunkt an. Sie blieben jedoch weiterhin die Favoriten eines kleinen, exklusiven Fankreises und überlebten sich schließlich.
Derek Shulman ging als Artist & Repertoire-Manager nach New York,( wo er z.B. Bon Jovi) entdeckte während sich sein Bruder Ray als Produzent der Sugarcubes und Sundays durchsetzte.
Der überwiegende Teil des Repertoires der Gruppe wurde in den 90er Jahren auf dem deutschen Label Line herausgegeben, und die Gruppe erlebte dadurch eine bescheidene Wiederbelebung. Schade eigentlich, es war eine sehr interessante Musik, wie man sie heute leider , im Zeitalter der Samples, nicht mehr zu hören bekommt.
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