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Bill Bruford wuchs mit Jazz auf. Als laienhafter Schlagzeuger in den sechziger Jahren und nach einer Handvoll Lektionen von Lou Pocock vom königlichen Philharmonie Orchester, fing er seine professionelle Karriere 1968 an. Er war ein Mitbegründer des britischen Artrock und international erfolgreich mit YES und King Crimson von 1968-74. Es folgten dann dem einige Jahre in denen Bill die Musikszene in England beobachtete und bei so verschiedenen Gruppen wie "Gong" "National Health", "Genesis" und "U.K." mitspielte bis er sich bereit fühlte, seine eigene Band "Bruford" zu gründen, mit der er von 1977-1980 4 Alben einspielte. Das erste Album "Feels good to me" besteht ausschließlich aus Kompositionen Bill Brufords, was erstaunlich war, da Bill Bruford in keiner seiner vorigen Bands, also weder bei Yes noch King Crimson als Komponist besonders aufgefallen ist.
Es war jedoch die wiedervereinte Band King Crimson von 1980-84, welche die Mittel für seinen revolutionären Gebrauch der Elektronik in der Entwicklung der melodischen Seite der Percussions zur Verfügung stellte. Nach zwischenzeitlich zwei Alben in zwei Jahren, und Improvisationen auf dem acoustic piano und drums (mit Patrick Moraz), gründete Bruford 1986 seine electro-acoustic Jazzband Earthworks, mit Django Bates und Iain Ballamy; speziell um die Arbeit an den drum-Melodien fortzusetzen, nun aber im Jazzkontext. ‚Earthworks', das erste Projekt der Band (1987), wurde vom amerikanischen Magazin 'USA Today' als drittbestes Jazzalbum des Jahres gekürt. Es folgten ‚Dig?' (1989), ‚All Heaven Broke Loose' (1991), und der Live Mitschnitt vom Sommer 1994 ‚Stamping Ground'.
King Crimson bewies sich mal wieder als reinste Percussion-Expertenkommission, als sie 1994 aus der Doppeltrhythmus Gruppe von Bruford und von Pat Mastelotto die Verkörperung eines Doppel-Trios gründete. Ende 1994 und 1995 tourte die Band durch die Welt, gab 120 Konzerte und produzierten Studio- und Live-CD's, die den frischen und innovativen Gebrauch zweier Schlagzeuger dokumentierten. Das Jahr 1996 sah weiterer King Crimson Konzerte und die Produktion einer CD ROM mit dem Namen ‚Packet of 3' auf welcher Bruford den Versuch der Kombination von Audio- und digitalen Daten startete. Zwischen all' dem, fand Bill auch Zeit mit Kazumi Watanabe, David Torn, The New Percussion Group of Amsterdam, Jamaaladeen Tacuma, Akira Inoue, Al Di Meola, Anderson Bruford Wakeman and Howe, The Buddy Rich Orchestra, Tony Levin, Peter Lockett and his old firm Yes amongst others (Gruppenname?????) Platten aufzunehmen und/oder zu touren. 1993 setzte er seine Arbeit als aktiver Sprecher mit einer Reihe von Ansprachen in Europa und in Amerika fort, welche ihren Höhepunkt, bei seinem gefeierten Auftreten bei der Internationalen Versammlung der‚ Percussive Arts Society' in Columbus, Ohio, im November fand. 1990 wählten ihn die Leser des ‚Modern Drummer Magazin' in die Hall of Fame der Zeitschrift.
In den späten 90ern unterstrich Bruford seine Berufung, fand zum Jazz zurück, und brachte 1997 2 Long Player heraus. Im Mai erschien auf dem Virgin Label eine ‚Best of' Earthworks Platte mit dem Namen ‚Heavenly Bodies', die aus allen 4 Alben und bisher unveröffentlichtem Material bestand. Im September veröffentlichte er dann auf King Crimson's Discipline Label ‚If Summer had ist Ghosts' mit frischem Material und den Jazz-Größen Ralph Towner (Guitarren und Klavier) und Eddie Gomez (Baß).
Das Live Material der Internationalen Tournee mit der zweiten Earthworks-Formation, Steve Hamilton (key) und Patrick Clahar (sax), führte 1999 zu der Veröffentlichung einer 6'ten CD ‚A Part and yet Apart'. Die elektronische Perkussion öffnete den Weg für die wärmere und lockerere Art der herkömmlichen Sax-Klavier-Bass-Drum Besetzung, und Bruford setzte seine Bemühung fort die besten jungen britischen Musiker der Aufmerksamkeit eines schnell wachsenden internationalen Publikums bekannt zu machen.
Das neue Millenium sah die Veröffentlichung eines Live Albums, von "Bruford Levin's Upper Extremities" mit dem Namen "B.L.U.E. Nights", und die Erweiterung von Earthworks durch den gefeierten Jazzgitarristen Larry Coryell für die Zeit der 2000er Sommer-Jazz-Festivals. Gefolgt von einer umfangreichen Herbsttour durch Großbritannien mit 22 Terminen, nahmen Earthworks im November ihre 7. CD auf. Im Wesentlichen wirkte bei dem dann im März 2001 erschienenen "The Sound of Surprise" das gleiche Team mit, welches das erfolgreiche Album " A Part and yet Apart " produziert hat.
Bill Bruford lebt in den Surrey Hills mit Carolyn, einer Katze, 2 Fischen und drei Kindern.
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